Meine Stadt der Zukunft - Termine stehen fest - Zuschauer erwünscht

Großräschen, den 20.06.2022

Die zukunftsweisende Entwicklung der Seeufer, die Gestaltung der Digitalisierung, lokaler Klimaschutz oder die Verbesserung von Mobilitätsangeboten: Für die Stadt Großräschen und die Gemeinde Altdöbern gibt es heute und in Zukunft viele gemeinsame Themen und Herausforderungen. Die beiden Kommunen arbeiten bei Fragen der Stadt- und Gemeindeentwicklung nun stärker zusammen und gehen dafür gemeinsam im Rahmen der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ in einen intensiven Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

 

Hierfür wurden in den vergangenen Monaten Personen aus beiden Kommunen gesucht, die sich in einem BürgerInnenrat engagieren möchten. Aus den zahlreichen Bewerbungen haben die Gemeindevertretung aus Altdöbern und die Stadtverordneten aus Großräschen jeweils 4 Frauen und 4 Männer für einen gemeinsamen BürgerInnenrat gewählt. 


Die 16 Freiwilligen sollen gemeinsam in einem mehrtägigen Beteiligungsverfahren frische Ideen für Großräschen und Altdöbern entwickeln. Dabei werden sie von lokalen und regionalen Expertinnen und Experten sowie den Verwaltungen und der Kommunalpolitik unterstützt. Mit diesem als Charrette-Methode bekannten Verfahren betreten Großräschen und Altdöbern gemeinsam Neuland bei der Bürgerbeteiligung. Hierfür erhalten die Partnerkommunen auch finanzielle Unterstützung durch das Land Brandenburg.

 

Tropischer Start in eine gemeinsame Zukunft 

Bei warmen Temperaturen ist Altdöbern und Großräschen am 9. April 2022 ein intensiver Auftakt mit dem Projekt "Meine Stadt der Zukunft" gelungen. Der gewählte Rat von Bürgerinnen und Bürgern aus beiden Kommunen sowie Interessierte fanden sich in der Orangerie in Altdöbern ein und wurden durch den ehrenamtlichen Bürgermeister Peter Winzer begrüßt. Anschließend stellten der Bürgermeister Großräschens, Thomas Zenker, sowie der Amtsdirektor Altdöberns, Frank Neubert, aktuelle und zukünftige Projekte vor. Sie legten so die Grundlage für die nun anstehende Arbeit der kommenden Wochen. Die kurze Pause wurde zu einem Schlossrundgang mit Führung genutzt. So konnte eines der Schlüsselprojekte bereits konkret besichtigt werden. 

 

Das Büro B.B.S.M. aus Potsdam strukturiert den mit Landesmitteln geförderten Ideenfindungsprozess und begann noch am Nachmittag spielerisch einzelne Themen zu präsentieren und Tendenzen abzufragen. In vier Charette-Terminen bis zum Sommer sollenwurden diese vertieft und im Abschlusstermin sollen  konkrete Handlungsempfehlungen formuliert werden. Alle Veranstaltungen sind öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten.
 

Abschluss-Charrette

am 02.07.2022 10.00 – 17.00 Uhr, IBA-Terrassen Haus-3 Großräschen

 

Die Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ wird vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung gefördert. Der gemeinsame Fördermittelantrag von Großräschen und Altdöbern ist eines von 8 ausgewählten Modellvorhaben.

 

Übrigens:
Das Wort „Charrette“ stammt aus dem Französischen und bedeutet Wagen oder Karren. Im 19. Jahrhundert wurden die Werke der Kunststudenten eingesammelt und mit Karren zur Kunstakademie gebracht. Die Studenten arbeiteten unter Zurufen der Bevölkerung noch auf den Karren weiter, um ihren Werken den letzten Schliff zu verleihen. Das Charrette-Verfahren knüpft als Beteiligungsform an diese Tradition an, indem kommunale Planungsverfahren unter direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger konsequent in der Öffentlichkeit durchgeführt werden.
 

 

Bild zur Meldung: BürgerInnenrat und Vertreter derStadt Großräschen und der Gemeinde Altdöbern

Fotoserien


BürgerInnenrat (07.07.2022)

Der BürgerInnenrat diskutiert an 6 Terminen unterschiedliche Themenfelder wie bspw. Wohnen, Daseinsvorsorge, Mobilität bis hin zur Entwicklung der Seeufer und Zentren.